Texte

Gedanken zur Werkserie „Freiheit“
Papierstücke, 2012
Diese großen, hängenden Papierstücke sehen aus wie Fahnen, doch haben sie nicht deren Symbolcharakter. Ihre „Schrift“ verunsichert. Sie ist nicht zu entziffern und stellt uns damit die Frage nach Bedeutung und Inhalt ihres Textes.
Die Frage der Freiheit ist individuell, sie stellt sich für jeden anders und immer wieder neu.
Es gibt verschiedene Formen von Freiheit, die Gedankenfreiheit, die dem Menschen eine eigenständige Handlungsmöglichkeit verleiht –  sie ist die in dieser Arbeit von mir hervorgehoben bearbeitete Form der Freiheit, -weniger  die politisch definierte Freiheit.
Freiheit, ein großes Thema, überdimensional, sie erschließt sich nicht in kurzen Sätzen, bekommt im Laufe des Lebens andere, größere, auch mehrfache Bedeutungen.
Durch die Unlesbarkeit der nicht existierenden Schrift habe ich als Betrachter die Freiheit meiner eigenen Interpretation des Textes –

doch wie frei bin ich wirklich?